Plonz, Mission

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Mission Mission Von Sabine Plonz Sowohl das Menschenbild als auch die Botschaft des Christentums machen es zu einer missionarischen Religion. Diese wirkt sowohl nach innen (in die christliche Gemeinschaft hinein als weitergehende Evangelisierung) als auch nach außen (Bekehrung, Gewinnung von AnhängerInnen Jesu). Mission ist nicht nur Aufruf zum Glauben an Jesus Christus, sondern auch Teilnahme am Heilsgeschehen, angefangen beim Auszug Israels aus Ägypten bis hin zur vorgestellten Zukunft einer mit Gott und unter sich versöhnten Menschheit. Deshalb gehören zur Missionstätigkeit Helfen und Handeln mit und für Andere (Diakonie), das Leben als vorbildliche Gemeinschaft (Kommunitäten) und politisches Handeln für gesellschaftliche Veränderungen (Kirche als politischer Faktor, Beteiligung an Bürgerbewegungen). Historisch wurde Mission im Protestantismus insbesondere durch die „Erweckungsbewegung“ (einer neuen Frömmigkeitsform mit starker Praxisorientierung im 18. und 19. Jahrhundert) befördert. Im Kolonialzeitalter entstanden Missionsgesellschaften als Träger der Mission nach außen, die unabhängig von der verfassten Kirche waren. Auch die Mission nach innen geht auf diese Bewegung maßgeblich zurück. J.H. Wiehern u. a. begründeten 1848 die „Innere Mission“. Diese suchte die durch Verstädterung und Verelendung der Volksmassen entstandene Entfremdung von der eigenen Mitgliedschaft aufzuhalten (dazu gehörte auch die Abwehr sozialistischer Ideen) und dem sozialen Elend mittels diakonischer Hilfestellung entgegenzuwirken.
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